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Filed under: Hardware,Mac OS X — Schlagwörter: , — TOBSOLUTION @ 22:43

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In meinem letzten Artikel beschrieb ich die Möglichkeit, in ein MacBook Pro eine SSD und eine HDD einzubauen und dafür das optische Laufwerk zu entfernen.

Um mit der SSD viel Freude zu haben und das System noch performanter und langlebiger zu machen, habe ich einige Möglichkeiten zur Optimierung des Systems recherchiert.
Die aus meiner Sicht interessantesten Strategien habe ich hier zusammengetragen.

ACHTUNG!: Nachfolgend beschreibe ich einige Aktionen, die mit dem Terminal durchgeführt werden müssen. Bei Konsole-Befehlen ist es besonders wichtig, auf die Richtigkeit der Eingabe zu achten. Solltet Ihr bei einem Tipp nicht sicher sein, was er bewirkt oder ob Ihr ihn richtig umsetzen könnt, lasst ihn lieber aus oder fragt vorher in den Kommentaren.

Tipp 1: Sudden Motion Sensor deaktivieren

Der Sudden Motion Sensor (SMS) dient in MacBooks der Sicherung des Festplattenkopfes, wenn das MacBook fällt. Er ist deshalb in der Nähe des Festplatten-Platzes eingebaut und mit dem Festplattencontroller verbunden. Wenn statt einer HDD jedoch eine SSD verbaut ist, die keinen Festplattenkopf hat und gegen Erschütterungen unempfindlich ist, kann der Sensor deaktiviert werden.

Dies geschieht im Terminal mit folgendem Befehl:

sudo pmset -a sms 0

Nach der Bestätigung mit Enter wird man nach einem Kennwort (dem Benutzerkennwort) gefragt. Diese muss eingetippt und mit Enter bestätigt werden. Hierbei sieht man keine Platzhalter-Symbole für die Kennwort-Zeichen.
Der Befehl pmset dient zur Konfiguration der Power-Management-Einstellungen. Gibt man im Terminal “man pmset” ein, erhält man eine Anleitung für die genaue Verwendung des Befehls.

Tipp 2: Noatime

Das Deaktivieren der “atime” (Accesstime) verhindert, dass jedesmal, wenn eine Datei gelesen wird dieser Zeitstempel aktualisiert wird. Der Grund für diese Maßnahme besteht darin, dass Zellen einer SSD nur 10.000 Mal geschrieben werden können. Wenn nun bei jedem Lesevorgang auch geschrieben wird, reduziert das die Lebensdauer der Zellen. Die Accesstime hat jedoch nichts mit dem Änderungs- und Erstellungszeit von Dateien zu tun, so dass das Deaktvieren der Accesstime keine Auswirkungen auf das System haben sollte.

Um die atime zu deaktivieren, muss man im Verzeichnis /Library/LaunchDaemons/ eine plist-Datei (noatime.plist) anlegen. Der Inhalt:

      Label
      noatime
      ProgramArguments

         mount
         -vuwo
         noatime
         /

      RunAtLoad

Am Besten erzeug man die Datei mit dem Befehl

sudo vi /Library/LaunchDaemons/noatime.plist

Danach fügt geht man in den Edit-Modus (Umschalt+I), fügt obigen Inhalt ein, beendet den Modus mit Esc und verlässt das Programm mit Umschalt+Z+Z.
Nun muss man die Datei noch mit den richtigen Rechten ausstatten, damit sie beim Bootvorgang eingebunden wird:

sudo chown root:wheel /Library/LaunchDaemons/noatime.plist

Nach einem Neustart des Systems gibt man im Terminal “mount” ein, und sollte unter anderen die folgende Zeile (oder so ähnlich sehen):

/dev/disk0s2 on / (hfs, local, journaled, noatime)

Wichtig ist hier das Wort “noatime”, welches den Erfolg der Aktion bestätigt.

Tipp 3: Spotlight-Indizierung deaktivieren

Immer wenn Spotlight den Index aktualisiert, also immer dann, wenn neue Dateien zum System hinzukommen, wird auf die SSD geschrieben, dies kann man vermeiden, indem man die Indizierung deaktiviert. Dies verlangsamt den Suchvorgang oder kann dazu führen, dass neue Dateien nicht sofort gefunden werden. Behält man jedoch den alten Index, findet man bereits indizierte Dateien nach wie vor direkt. Eine mögliche Lösung ist z.B., die Indizierung nur von Zeit zu Zeit durchlaufen zu lassen. Darüber hinaus kann man die Indizierung z.B. für die HDD aktiviert lassen und sie nur für die SSD deaktivieren. Dies geschieht mit folgendem Befehl (sofern die SSD das System-Laufwerk ist):

mdutil -i off /

Möchte man auch noch Platz sparren, kann man den Index ganz löschen. Dann sind jedoch alle Spotlight-Vorteile dahin (d.h. die schnelle Suche):

mdutil -E /

Tipp 4: Trim aktivieren

Die Trim-Funktion von SSD-Laufwerken, die nicht von Anfang an zum System gehören, ist standardmäßig deaktiviert. Diese Funktion hilft dabei, Schreibvorgänge zu beschleunigen und die Abnutzung des Laufwerks zu verringern. Zwar gibt es einen Trim-Enabler für Snow Leopard und Lion, dieser ist jedoch in die Kritik geraten ganze kext-Dateien (Treiber-Dateien unter OS X) gegen eine ältere Version dieser Datei auszutauschen. Das ist simpel und zunächst auch erst mal unproblematisch. Wenn jedoch ein Update seitens Apple kommt, welches die aktuelle Version der kext-Datei voraussetzt, kann es zu schwerwiegenden Problemen führen, weshalb ich dazu raten, die Trim-Funktion wie in diesem Artikel beschrieben, zu aktivieren. Hiermit werden nur minimale Änderungen an der Datei vorgenommen.

Den aktuellen Status dieser Funktion sieht man unter Lion im Systembericht (Apfel -> Über diesen Mac -> Weitere Informationen -> Systembericht -> Serial-ATA)

Tipp 5: Ruhezustand tunen

Mac OS X bietet verschiedene Möglichkeiten, wie beim Ruhezustand mit dem RAM-Inhalt verfahren werden kann. Der Standardmodus (Modus 3) sieht vor, den RAM-Inhalt auf die Festplatte zu schreiben und ihn parallel im RAM zu behalten. Dies hat 1. den Vorteil, dass, wenn die Stromversorgung abbricht (Akku leer), der RAM-Inhalt auf der Festplatte in einem sleepimage liegt und wieder hergestellt werden kann. Dies dauert jedoch länger, als wenn der Inhalt noch im RAM stünde. Wenn nun also noch Strom vorhanden war, befindet sich der alte RAM-Inhalt beim Beenden des Ruhezustands noch im RAM und der Laptop ist sofort einsatzbereit.

Neben dem Modus 3 gibt es auch den Modus 0. Dieser sieht vor, dass der Inhalt im RAM bleibt, und nicht auf die Festplatte geschrieben wird. Der Vorteil: Ein schnelles Schlafen-Gehen, der Nachteil: Ist der Strom weg, sind auch die Daten im Arbeitsspeicher weg. Eine weitere Variante ist der Modus 1. Hier wird der RAM nur auf die Festplatte geschrieben und aus dem RAM gelöscht. Vorteil: Etwas weniger Stromverbrauch im Ruhezustand, Nachteil: viele Schriebvorgänge, längere Aufwachzeiten.

Was macht man nun also, um das Optimum aus allem heraus zu ziehen? Ich habe mich dafür entschieden, den Standardmodus beizuhalten, jedoch das sleepimage auf die interne Festplatte (und nicht die SSD) zu verlegen. Dies hat den Vorteil, dass man das Sleepimage, welches genau so groß wie der Arbeitsspeicher ist, von der SSD entfernen kann (bei mir 3 GB mehr Platz für andere Daten). Darüber hinaus reduzieren sich die Schreibzugriffe auf die SSD und trotzdem geht auch bei einem Stromausfall nichts verloren.

Den Hibernate-Modus kann man mit folgendem Befehl im Terminal ändern:

sudo pmset -a hibernatemode nr

Den Pfad für das Sleepimage setzt man mit

sudo pmset -a hibernatefile /Volumes/Interne HDD/var/sleepimage

Hierfür muss das Sleepimage unter /var existieren. Am besten legt man zunächst das Verzeichnis auf der HDD an:

sudo mkdir /Volumes/Interne HDD/var

Unter verschiebt das Sleepimage von der SSD dorthin:

sudo mv /var/vm/sleepimage /Volumes/Interne HDD/var/

Mit “pmset -g” kann man überprüfen, ob die Anpassung erfolgreich war. Wichtig ist, dass das sleepimage auf einer internen Festplatte liegt. Unter “man pmset” wird zwar beschrieben, dass das Sleepimage auf dem Root-Volumen liegen muss, jedoch lässt sich das Image nach meinen Erfahrungen problemlos auf die zweite interne Festplatte verschieben.

Tipp 6: Caches auslagern

Jetzt wird es ein wenig spezieller. Standardmäßig haben diverse Apps (z.B. Safari) Cache-Verzeichnisse und/ oder Dateien im Benutzer-Ordner (/Users/Benutzername/Library/Cache). Natürlich ist es schön, diese auf der SSD zu haben, um möglichst minimale Zugriffszeiten zu haben. Dies bringt jedoch den Nachteil, dass viel auf die SSD geschrieben wird. Die einfachste Lösung ist also, dieses Verzeichnis auf die interne HDD auszulagern und mit einem symbolischen Link einzubinden:

cd
cp -r ./Library/Cache /Volumes/Interne HDD/Users/Benutzername/Library/
rm -r ./Library/Cache
ln -s  /Volumes/Interne HDD/Users/Benutzername/Library/Cache ./Library/cache

Dies ist schon eine sehr gute und einfache Lösung, um Schreibzugriffe auf die SSD zu reduzieren, allerdings kann sich die geringere Geschwindigkeit der HDD nachteilig auswirken.
Eine Lösung für dieses Problem bietet eine RamDisk, die beim Login erzeugt wird und den Cache beinhaltet und diesen beim Logout wieder zurück auf die Festplatte schreibt. So wird nur beim Logout geschrieben, und wenn gewünscht, dann auch nur auf die interne Festplatte. Nachteil dieser Variante ist, dass ein gewisser Teil des Arbeitsspeichers für diese RamDisk abgezweigt wird.
Derzeit arbeite ich testweise mit dieser Variante, kann allerdings noch nicht genau sagen, ob sie mir besser gefällt als die oben beschriebene Variante mit dem Cache auf der HDD.

Wer es ausprobieren möchte, möge sich an dieser Anleitung orientieren. Ich habe im dort erwähnten Shell-Skript die RamDisk-Size auf 512 MB reduziert (1/6 meines Arbeitsspeichers und gerade groß genug für das gesamte Benuter-Cache-Verzeichnis). Darüber hinaus habe ich den Pfad für den RamDisk-Speicherort auf die HDD verlegt.
Meine Befürchtungen sind, dass eine RamDisk in dieser Größe auf Dauer zu klein ist, wenn der Safari-Cache größer wird. Noch größer möchte ich sie allerdings nicht machen, da dieser Platz dann permanent vom RAM abgeht. Im Zweifel kann man den Cache jedoch auch jederzeit wieder auf die HDD oder die SSD verlegen.

Weiterführende Links

Folgende Artikel beinhalten weitere Tipps, die helfen können, das SSD-System zu optimieren. Diese Artikel haben mir ebenfalls dabei geholfen mein System zu optimieren und die von mir getesteten Strategien hier zu beschreiben.

  1. http://www.techspread.de/6573/mac-os-fuer-den-einsatz-einer-ssd-optimieren
  2. http://www.hombertho.de/2010/02/02/tuning-tipps-tweaks-unter-mac-osx-fuer-eine-ssd-im-macbook-und-macbook-pro/
  3. http://blogs.nullvision.com/?p=275
  4. http://digitaldj.net/2011/07/21/trim-enabler-for-lion/
  5. http://hardwrk.com/anleitung/tippsundtricks/
  6. http://www.ocztechnologyforum.com/forum/showthread.php?62354-OSX-SSD-Terminal-Tweaks-Other-Tweaks-Applied
  7. http://hints.macworld.com/article.php?story=2011010204203424

Sonstiges

Wie immer handelt Ihr auf eigene Gefahr, ich übernehme keine Verantwortung für Probleme, die durch das Ausprobieren dieser oder anderer Tipps auftreten könnten.
Viele Spaß und Erfolg! :-)

Habt Ihr weitere interessante Tuning Tipps zum Thema SSD unter OS X? Ich freue mich auf Kommentare!

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7 Kommentare »

  1. Danke für die Verlinkung, aber eine Sache ist mir grad im Artikel ausgefallen: “Die Trim-Funktion von SSD-Laufwerken, die nicht von Anfang an zum System gehören, ist standardmäßig deaktiviert.”

    Wenn die TRIM-Funktionalität nicht mit dem System ausgeliefert wird, kann sie auch nicht standardmäßig aktiv sein ;)

    Außerdem ist Trim nicht direkt dafür zuständig, dass schneller geschrieben werden kann. Mit Trim werden als gelöscht markierte Blöcke in regelmäßigen Abständen wirklich von der SSD plattgemacht. Auf das Schreiben hat das die Auswirkung, dass vor einem Schreibzugriff nicht erst die Speicherzelle gelöscht werden muss (was afaik relativ “lange” dauert).

    Kommentar by Patrick — 11. September 2011 @ 23:10


  2. Danke für deinen Kommentar. :)
    Da hast du natürlich Recht, dennoch wäre es ja theoretisch auch möglich, dass das System eine SSD automatisch erkennt und die Trim-Funktion selbstständig aktiviert. Dies ist aber nicht der Fall.

    Habe den Trim-Abschnitt um einen Wiki-Link ergänzt. Dort wird das Verfahren wie von dir geschrieben genauer erklärt. Möchte vermeiden den Artikel noch länger zu machen ;).

    Kommentar by TOBSOLUTION — 11. September 2011 @ 23:30


  3. Bei mir gibts Probleme mit dem sleepimage. Wenn mein MacBook Pro in den Ruhezustand wechselt und der Akku alle ist, startet der Rechner jedes mal neu. Gibt es eine Lösung für das Problem?

    Kommentar by Thomas Krämer — 25. Mai 2012 @ 15:17


  4. Liegt das Sleepimage auf der SSD oder an einem anderen Ort (interne HDD). Ist der Pfad richtig angepasst?

    Kommentar by TOBSOLUTION — 25. Mai 2012 @ 15:24


  5. Also ich habe eine SSD für das System und eine normal Festplatte auf der sich die Nutzerordner und unter anderem das sleepimage befindet. Hab alles nach Anleitung gemacht aber der Rechner will anscheinend nicht von dem Image starten.

    Kommentar by Thomas Krämer — 25. Mai 2012 @ 20:47


  6. HAllo, wenn ich diesen Befehl eingebe und habe neben der SSD noch eine zweite HD wird der Sensor für beide abgeschaltet oder? sudo pmset -a sms 0

    Kommentar by Oliver Brümmer — 16. August 2012 @ 14:54


  7. Meines Wissens ja, da es nur einen Sensor gibt.

    Kommentar by TOBSOLUTION — 16. August 2012 @ 15:00


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